Als Gegenstück zum Tagesgeldkonto lässt sich das Festgeldkonto bezeichnen. Während Sie beim Tagesgeld, wie der Name bereits vermuten lässt, täglich über Ihr Geld verfügen können, legen Sie das Geld auf einem Festgeldkonto für eine bestimmte Dauer fest an. In der Regel sind dies mindestens 30 Tage, die maximale Anlagedauer liegt meistens bei 5 Jahren. Für eine kurze Anlagedauer von 30 Tagen oder wenigen Monaten, erhalten Sie weniger Zinsen als für eine Anlage über 1 oder 2 Jahre.

Zinssätze beim Festgeld

Die Höhe der Zinssätze liegt normalerweise im gleichen oder minimal höheren Bereich wie die Zinssätze beim Tagesgeld. Beim Tagesgeldkonto können Sie wie eingangs erklärt, täglich über Ihr Geld verfügen, täglich können die Banken aber auch die Zinssätze nach oben oder nach unten anpassen. Beim Festgeldkonto hingegen lassen sich die Zinssätze von der Bank nicht verändern. Eröffnen Sie ein Konto, welches Ihnen einen Zinssatz von beispielweise 5,00 Prozent verspricht, so gilt diese Kondition für die gesamte Laufzeit. Hierdurch erhalten Sie hohe Planungssicherheit und können bereits heute mit den Festgeld Zinsen, welche Sie am Ende der Laufzeit erhalten, kalkulieren.

Das Festgeld lässt sich bei jeder Bank wiederfinden und gehört zum „klassischen Produktportfolio“ eines jeden Kreditinstitutes. Unter den Direktbanken finden sich entsprechende Festgeldangebote z.B. bei der bekannten ING DiBa, bei der 1822direkt oder der Mercedes Benz Bank wieder.

Für wen eignet sich ein Festgeldkonto?

Sie müssen sich bewusst sein, dass das angelegte Geld auf einem Festgeldkonto für die vorher bestimmte Laufzeit nicht verfügbar ist, in Ausnahmefällen können Sie gegen eine Gebühr auf Ihr Erspartes zurückgreifen. Diesen Punkt sollten Sie vor einer Kontoeröffnung mit Ihrem Bankberater klären oder auf den Webseiten des Anbieters nachlesen. Allgemein gilt: Legen Sie das Geld nur so lange fest an, wie Sie hierauf verzichten können. Viele Anleger verwenden eine „Mischstrategie“ aus Tagesgeld- und Festgeldkonto. Verfügen Sie beispielweise über 10.000 Euro, so splitten Sie diese Summe auf. 3.000 Euro parken Sie auf einem Tagesgeldkonto und können hierüber ständig verfügen, die restlichen 7.000 Euro legen Sie als Festgeld an und profitieren von den höheren Zinsen.