Während es sich bei einem Tagesgeld um eine Geldanlage handelt, die jederzeit zugänglich und sehr flexibel ist, steht ein Festgeld während des Anlagezeitraums nicht zur Verfügung. Somit unterscheiden sich das Tagesgeld und das Festgeld in der flexiblen Verfügbarkeit während des Anlagezeitraums. Aus dieser Differenz ergibt sich ein unterschiedlicher Zinssatz für beide Anlageformen.

Ideal, wenn Flexibilität gefordert ist: Das Tagesgeld

Nahezu alle etablierten Banken bietet ein Tagesgeldkonto an. Es wird üblicherweise als Onlinekonto geführt, so dass für die Kontoführung keine Gebühren erhoben werden. Auf einem Tagesgeldkonto kann man nach Belieben täglich Geld ein- und auszahlen. Angelegtes Geld ist jederzeit flexibel zugänglich, eine Kündigungsfrist besteht nicht. Bei aller Flexibilität dient das Tagesgeldkonto aber nicht der Teilnahme am täglichen Zahlungsverkehr. Deshalb ist ein Referenzkonto erforderlich, über das die Ein- und Auszahlungen abgewickelt werden.

Es ist vor allem der ständigen Verfügbarkeit geschuldet, dass ein Tagesgeldkonto nur eine Verzinsung zwischen ein und zwei Prozent jährlich gewährt. Da die Bank in der Lage sein muss, das angelegte Geld jederzeit an den Anleger auszuzahlen, kommen längerfristige Anlageformen mit höheren Zinsen für sie nicht in Frage. Deshalb wird auch dem Kunden nur ein recht geringer Zins gezahlt. Insgesamt bietet sich ein Tagesgeldkonto an, wenn man eine bestimmte Summe vorübergehend parken möchte und dafür im Gegenzug eine angemessene Verzinsung bekommen möchte.

Perfekt, wenn Geld nicht benötigt wird: Das Festgeld

Das Festgeld kommt für Kunden in Frage, die eine bestimmte Summe über einen gewissen Zeitraum nicht benötigen. Ein Festgeld ist während des Anlagezeitraums nicht zugänglich. Im Gegenzug gewährt die Bank einen etwas höheren Zins, er liegt im Augenblick bei zwei bis vier Prozent jährlich. Die Verzinsung ist häufig abhängig von der Länge der Laufzeit und der Höhe des angelegten Betrages. Auch ein Festgeldkonto wird gerne als Onlinekonto geführt. So halten sich die Kontoführungsgebühren in einem überschaubaren Rahmen und schmälern die gewährte Verzinsung nicht noch zusätzlich.

Bei allen Banken im Portfolio: Tages- und Festgeld

Alle etablierten Banken haben sowohl ein Tagesgeld als auch ein Festgeld im Produktportfolio. Vor dem Vertragsabschluss empfiehlt sich ein Konditionenvergleich, denn die Bedingungen variieren von Bank zu Bank zum Teil deutlich. So ist ein Blick auf die Mindesteinlagen und den gewährten Zins von Bedeutung, ebenso können die Kosten relevant sein. Auch die Einlagensicherung verdient eine kurze Prüfung. Im Internet gibt es eine Reihe von guten Vergleichsrechnern für das Tagesgeld und das Festgeld. Eine Bank, die in allen Tagesgeld Vergleichen derzeit sehr gut abschneidet, ist die Bank of Scotland.